Der Begriff „Leder“ ist im französischen Verbraucherschutzgesetz geregelt und bezeichnet ein Material, das aus Tierhaut gewonnen wird. Veganes Leder als solches existiert nicht. Tatsächlich „Vegan“ bezeichnet einen Lebensstil, der alle Produkte ausschließt, die von Tieren stammen oder auf deren Ausbeutung beruhen. Daher ist „veganes Leder“ ein Widerspruch in sich und hat an sich keine Bedeutung. Es kann jedoch verwendet werden, um alle Materialien zu beschreiben, die echtem Leder ähneln, aber keinerlei Bezug zu Tieren haben.
Aus welchen „veganen“ Materialien besteht das sogenannte vegane Leder?
- Synthetische Materialien
Synthetische Materialien sind im Allgemeinen Kunststoffderivate, wie beispielsweise das bekannte „Kunstleder“ aus PVC oder PU. Kunstleder wird hergestellt, indem eine Mischung aus erdölbasierten Weichmachern und Vinylpulver auf ein Gewebe aufgebracht wird. Dieser Prozess umfasst mehrere Schichten, um dem Material das Aussehen von „echtem“ Leder zu verleihen. Allerdings erfordert diese Art der Produktion den Einsatz verschiedener Kunststoffderivate, die Schadstoffe freisetzen können, welche sowohl für die Umwelt als auch für Menschen, die mit dem Material in Kontakt kommen, schädlich sind. Die meisten veganen Lederarten sind nach wie vor Erdölprodukte und weisen daher eine hohe CO₂-Bilanz auf.
- Pflanzenmaterialien
In den letzten Jahren hat parallel zum Veganismus-Trend die Entwicklung neuer pflanzenbasierter Materialien zugenommen, die Leder imitieren. So gibt es beispielsweise Kunstleder aus Ananasblättern, Pilzen, Äpfeln, Teeblättern oder sogar Pflanzensaft.
Wir erleben daher ein echtes Interesse von Konsumenten und Unternehmen, durch veränderte Konsumgewohnheiten einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass selbst bei pflanzenbasierten veganen Ledern derzeit mehr als die Hälfte der Materialzusammensetzung aus einem petrochemisch gewonnenen Harz besteht, was erhebliche Umweltauswirkungen hat. Dieses Harz erhöht zwar die Haltbarkeit der Materialien, wir sind aber zuversichtlich, dass sich die Techniken in wenigen Jahren weiterentwickelt haben werden und es uns ermöglichen, diese Kunststoffkomponenten aus veganen Ledern zu eliminieren.
Wie kann man veganes Leder von tierischem Leder unterscheiden?
Die meisten „Vegane Leder“ werden durch Siegel zertifiziert, die Verbrauchern garantieren, dass die Produkte nicht mit Tierausbeutung in Berührung gekommen sind. Das bekannteste und eines der ältesten veganen Siegel ist … Die Veganer-Gesellschaft. Optisch können vegane Leder täuschend echt wirken! Sie werden vor dem Verkauf bedruckt und sehen dadurch echtem Leder verblüffend ähnlich. Das gilt insbesondere für Ananas- oder Traubenleder. Allerdings ist zu beachten, dass Leder aus Tierhäuten im Gegensatz zu veganen Ledern mit der Zeit eine schöne Patina entwickeln kann (vor allem, wenn es pflanzlich gegerbt ist).
Um festzustellen, ob es sich bei dem fraglichen Material um Leder oder veganes Leder handelt, riechen Sie einfach daran. Dieser Test (auch wenn er ungewöhnlich ist) verrät Ihnen schnell, um welche Lederart es sich handelt. Ein Artikel aus echtem Leder hat den typischen Ledergeruch. Veganes Leder hingegen ist entweder geruchlos oder riecht nach Plastik oder Chemikalien, was insbesondere für Kunstleder gilt.
Und ist pflanzenbasiertes Leder dasselbe wie veganes Leder?
Wie Sie sicher schon bemerkt haben, ist veganes Leder nicht mit pflanzlich gegerbtem Leder zu verwechseln.Wenn wir von dieser Lederart sprechen, meinen wir echtes Leder. Das bedeutet, es stammt zwar von Tierhäuten, wird aber mit organischen Gerbstoffen gegerbt, nicht mit den umweltschädlicheren mineralischen Gerbstoffen. Daher gibt es Unterschiede zwischen Chromgerbung und pflanzlicher Gerbung. Wir verwenden beide Verfahren für unsere Produkte.
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